Gesamtluftmengen

158.500 m3/h

Heizleistung

120 kW

Kälteleistung

-

Referenzprojekt "RSKA Baden"

Auftraggeber:

ARGE Peterhof (Strabag, Porr, Vamed)

Projektdauer:

September 2013 – Mai 2015

Lüftung

Für die Be- und Entlüftung der Räume im Kellerbereiche wurden mechanische Be- und Entlüftungsanlagen vorgesehen. Die Anlagen sind als reine Frischluftanlagen (100% Außenluft) ausgeführt. Die Anlagen wurden zur Gänze in den Zentralen des Kellergeschoß situiert, bis auf die Lüftungsanlage des Bettentrakts, welche als wetterfestes Gerät am Dach situiert wurde. Die Außenluftvolumenströme je m2 Bodenfläche sind im Therapiebereich, Zahnambulanz und Physiobereich in Anlehnung an die ÖNORM H 6020 vorgesehen. Die Frischluft wird über Frischluftöffnungen bzw. Frischluftbrunnen angesaugt, gefiltert und vorgewärmt. Die vorkonditionierte Zuluft wird mittels Ventilator über Lüftungskanäle aus verzinktem Stahlblech in die jeweiligen Räume eingeblasen. Die Einbringung der Luft in die Räume erfolgt je nach Luftmenge über Tellerventile, Lüftungsgitter oder Deckenluftauslässe. Die Raumabluft wird über Deckenluftauslässe, Lüftungsgitter oder Tellerventile abgesaugt und über verzinkte Blechkanäle zum Lüftungsgerät gesaugt. Das Abluftgerät besteht aus Filter, Ventilator und einer regenerativen Wärme-rückgewinnung. Diese führt die der Abluft entzogene Wärme der Zuluft wieder zu und dient zur Vorwärmung der Außenluft. Die Fortluft wird über Dach ins Freie ausgeblasen

Trinkwasser

Das Objekt erhält auf Wunsch und Angaben der NÖGKK einen neuen Grundstücks-anschluss über die Vöslauerstraße. Der Grundstücksanschluss wurde mit der örtlichen Bauleitung / Wasserwerk Baden abgestimmt. Es erfolgt ein Anschluss mit DN100. Als Schnittstelle der Trinkwasserversorgung gilt der Wasserzählerschacht. Ab dem Wasserzählerschacht erfolgte die Trinkwasser-versorgung durch die Fa. Getec Energie- und Gebäudetechnik. An der Zufahrt über die Vöslauerstraße wurde gem. Brandschutzkonzept ein Hydrant mit Anschluss DN100 ausgeführt. Vom Wasserzählerschacht bis zur Trinkwasserzentrale im Bauteil T erfolgt die direkte Versorgung des Bauvorhabens.

Warmwasserversorgung / Solar

Die Gebrauchswarmwasserbereitung erfolgt zu einem Teil über eine Solaranlage am Dach des Objektes (ca. 200m² Fläche Solarkollektoren) und entsprechende Pufferspeicher 2x 5000L in den Technikzentralen. Die Warmwasserversorgung wurde in der Zentrale über Frischwassermodule ausgeführt und wird in  3 Versorgungsbereiche unterteilt, Versorgung der Bauteile X u. Y, S u. T, sowie V u. Küche. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt zentral in der Trinkwasserzentrale im Untergeschoss des Objektes. Nach erfolgter Aufteilung wird das Trinkwasser in die jeweiligen Bereiche über die Verteilleitungen geführt und zu den projektierten Verbrauchern transportiert. Letztendlich wird es hier vom Nutzer über die vorgesehen Armaturen bzw. Apparate entnommen. Zum Schutz vor Verbrühungen wurden sämtliche gelieferten Armaturen mittels einer Einstellskala an der Armatur auf eine Mischwassertemperatur im Bereich von 36°C bis max. 40°C begrenzt.

Solaranlage

Am Dach des Bauteils T erzeugen Solarkollektoren eine Solarenergie, welche rein für die Trinkwassererwärmung der einzelnen Versorgungsbereiche genutzt wird. Die Solarkollektoren wurden auf bauseitigen Fundamenten und mittels Aufständerungsprofilen montiert. Die über die Kollektoren erzielte Energie wird über Rohrleitungen zu im Untergeschoss situierte Pufferspeicher transportiert. Die Solarkollektoren sind Richtung Süden ausgerichtet und auf 6 Tischen verteilt. Insgesamt werden 18 Paneele verbaut. Da ein Kollektor rund 11,07m² Fläche hat ergibt sich eine Gesamtfläche von rund 200m². Der Abgleich der Solaranlage erfolgt mittels TacoSetter. Der erzielte Solarertrag wird über ein Solarmodul dem Plattenwärmetauscher/Trenntauscher und den erforderlichen Pumpengruppen in die Heizungswasserspeicher transportiert. Die Pufferspeicher haben ein gesamtes Heizungsvolumen von 10.000 L und sind über Vakuumbrecher gesichert. Durch die Speicher wird eine konstante Nutzung der Solarenergie für die Warmwasserbereitung gewährleistet. Als Unterstützung bzw. Nachwärmung wurde ein Heizungsanschluss von 100 kW durch die Fa. Hopferwieser und Steinmayr in den Kreislauf eingebunden.

Feuerlöschanlagen

Als erste und erweiterte Löschhilfe ist gemäß den aufliegenden Vorschriften ein Wandhydrantensystem mit Nasssteigleitungen ausgeführt (TRVB 128). Die Situierung der Hydrantenschränke erfolgt in unmittelbarer Nähe der Stiegenhäuser oder Brandabschnittsgrenzen nach erfolgter Absprache der Bauherrschaft mit dem Brandschutzgutachter, sowie der städtischen Feuerwehr.Die Wasserversorgung erfolgt aus dem öffentlichen Trinkwassernetz, zur erforderlichen Wasserdruckbereitstellung ist eine Drucksteigerungsanlage ausgeführt. Die Drucksteigerungsanlage besteht aus einer Druckhaltepumpe, zur Haltung eines konstanten Drucks im Nassleitungssystem. Parallel dazu ist eine größere Drucksteigerungspumpe eingebaut. Fällt der Druck, aufgrund eines geöffneten Feuerlöschschlauches ab, so schaltet sich automatisch die größere Pumpe dazu. Es wird mit der größeren Pumpe gewährleistet, dass die geforderte Wassermenge am ungünstigsten Wandhydranten ausströmen kann. Um den Hygienevorschriften zu entsprechen, ist ein Trennbehälter zwischen Trinkwasseranschluss und Feuerlöschverteilnetz installiert. Im Brandfall wird das Trinkwassernetz durch eine Trinkwasser Abschottung gemäß TRVB 128 S (TWA 4000 EM) automatisch verriegelt und gesperrt, damit ausreichend Löschwasser ausschließlich zum Löschen zur Verfügung steht. Die elektrische Steuerung erfolgt über einen Schaltschrank aus Kunststoff, Stromversorgung über integriertes Schaltnetzteil, Batterielade und Tiefenentladungsschutz, Notstrom-versorgung für 5 Stunden Betriebsbereitschaft, Batterien 2 x 12 V 26 Ah (Lebens-dauer 10 Jahre) und einer anschlussfertige Klemmleiste. Der Wasserverbrauch wird über dem Wasserzähler im Wasserzählerschacht ermittelt. Die Wandhydrantenkästen sind mit einem 30m Schlauch und einem Feuerlöschkasten ausgeführt. Diese Wandhydranten sind gemäß der aktuellen Normenvorschriften Schränke der Ausführung 2b und gem. ÖNORM F2030 beschriftet.

Gasleitung

Für den Servicetrakt des Bauvorhabens wurde eine Gasleitung ausgeführt. Diese dient der Versorgung von Brennern für den Zahntechnikbereich. Der Grundstücksanschluss wurde mit der örtlichen Bauleitung / EVN Baden / GETEC abgestimmt. Als Schnittstelle wurde die Gaszählernische zwischen Gasversorgungsunternehmen und Installationsunternehmen GETEC getroffen. Als Basis für die Planung, Ausführung und Betrieb gelten die entsprechenden Normen.

Nach erfolgter Installation wurde der Gasleitung einer Druckprobe unterzogen. Die Protokollierung wurde an das Gasversorgungsunternehmen übermittelt und abgenommen.

Weitere Informationen

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